Förderverein des NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln

Termine

Donnerstag 30. Juni 2022  um 19:00 Uhr

Nach Deutschland geflohen
Dr. Boris Zabarko im Gespräch mit Margret und Werner Müller

Ort: NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln

Weitere Informationen hier: Zabarko Flyer


Sonntag 26. Juni 2022, um 17:00 Uhr
im NS-Dokumentationszentrum

Finissage: „Tag der Jugend“

Grancino Reinhardt

Grancino Reinhardt, geboren 1976 als einer der Söhne von Franz „Schnuckenack“ Reinhardt, dem „großen Geigenvirtuosen der Sinti-Musik“, spricht mit Krystiane Vajda über sein Schicksal als Sohn eines Überlebenden. In jungen Jahren lernte er von seinem Vater Geige spielen, wechselte dann später aber zur Gitarre. Nach dem Tod von Schnuckenack Reinhardt gründete er zusammen mit seinem Bruder Sannino das „Sannino Reinhardt Quintett“, um den Geist von Schnuckenacks Musik weiterleben zu lassen. Auch die nächste Generation führt die musikalische Tradition der Familie fort.

Mit Musik von:
Grancino – Reinhardt – Quintett
Daniel de Alcalá und José Antonio Primo Reina
Dizzy Bone und Moogli

Ein Begleitprogramm zur Sonderausstellung „Klänge des Lebens Geschichten von Sinti*zze und Rom*nja“

Für: Alle | Von: NS-Dokumentationszentrum | Teilnahme: kostenlos


Donnerstag, 16.06. um 17 Uhr im NS-Dok
Requiem für Auschwitz // Schattenkinder.

Musik und Prosa aus der zweiten Generation der Überlebenden.
Roger Moreno und Bluma Meinhardt im Gespräch mit Krystiane Vajda.

Ein Begleitprogramm zur Sonderausstellung „Klänge des Lebens. Geschichten von Sinti*zze und Rom*nja“


Mittwoch 15.06. um 19 Uhr
Gedenkprojektion: Sichtbar machen.

Kommunikation im und über den Holocaust

Das jüdische Leben und der Holocaust: Gedanken und Gefühle zwischen Hoffnung und Ausweglosigkeit, Flucht und Verzweiflung mitten in der Stadt – an den Orten, an denen sich Ausgrenzung und Entrechtung unter den Augen der Mehrheitsgesellschaft abspielten. Dies sichtbar zu machen ist das Ziel der Projektion am ehemaligen Wohnort der jüdischen Familie Schönenberg in der Venloer Straße.
Auszüge aus ihren Tagebüchern, Briefen und Dokumenten sowie Fotos und die Namen der Bewohner*innen werden auf die Hausfassade projiziert und veranschaulichen den Weg vom gutbürgerlichen Leben in der Kölner Innenstadt über die zunehmende Ausgrenzung und Entrechtung, das Schicksal im Gettohaus bis zur Deportation am 15. Juni 1942.
Bis Ende 2022 entsteht in diesem Projekt auch ein umfangreiches Web-Portal. Weitere Projektionen bringen dessen Inhalte – und damit die Geschichte und Geschichten – zurück an die Orte ihres Geschehens mitten in der Stadt.

Ort: Stadtgarten mit anschließender Fassadenprojektion
an der Venloer Straße 23 / Ecke Bismarckstraße | Teilnahme: kostenlos

Ein Bericht über diese Installation findet sich auf dem Bücheratlas von Martin Oehlen & Petra Pluwatsch.


Klänge des Lebens. Geschichten von Sinte*zze und Rom*nja. Eine Ge-Denk-Station

9. Juni bis 26. Juni 2022

Eine Ausstellung des Maro Drom – Kölner Sinte und Freunde e.V. in Kooperation mit dem NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln

Beginn: 9. Juni 19:00 Uhr NS Dok. Appellhofplatz 23-25

Naomi Shmuel – Generationenübergreifende Erinnerungen an den Kindertransport. Die Auswirkungen des Holocaust auf zukünftige Generationen

Vortrag (in englischer Sprache) und Gespräch

Donnerstag, 2. Juni 2022, 18 Uhr
Ort: Lern- und Gedenkort Jawne, Erich-Klibansky-Platz/Albertusstr. 26, 50667 Köln

Eintritt frei! Spende erbeten

Bitte anmelden: schulreferat.kirche-koeln@ekir.de

Naomi Shmuel wird anhand ihrer eigenen Familiengeschichte über die generationenübergreifenden Erinnerungen und Auswirkungen der Schoa sprechen.
Ihre Mutter, die Schriftstellerin Karen Gershon (1923-1993), kam als Käthe Löwenthal im Alter von 15 Jahren kurz vor dem Zweiten Weltkrieg mit einem der ersten Kindertransporte aus Deutschland nach England. Ihre beiden Schwestern Anne und Lise konnten ebenfalls nach England fliehen, wurden jedoch bald nach ihrer Ankunft getrennt, und Anne starb schon während des Krieges. Ihre Eltern und Großfamilie wurden im Holocaust getötet. 

1988 schrieb Karen Gershon: „Vor ungefähr zwanzig Jahren sagte mir jemand, dass meine Kinder ebenfalls Opfer des Holocaust seien, doch ich weigerte mich, das zu glauben. Die Zeit hat bewiesen, dass es stimmt.“ In ihrem Vortrag wird Naomi Shmuel das Konzept von Postmemory und die langfristigen Auswirkungen des Holocaust auf künftige Generationen erörtern und mit den Teilnehmenden diskutieren. 

Dr. Naomi Shmuel ist Autorin, Illustratorin und Anthropologin und lebt in Israel. Ihre preisgekrönten Kinderbücher werden in israelischen Schulen häufig verwendet, um interkulturelles Verständnis und Toleranz zu fördern. Sie ist aktives Mitglied von Nevet, einem internationalen und multidisziplinären Forschungs- und Ausbildungszentrum an der Schule für Sozialarbeit der Hebräischen Universität, Jerusalem, das junge Wissenschaftler und Praktiker der Kinder- und Familienarbeit fortbildet.


„Stimmen gegen das Vergessen“

24.4. – 28.4.2022 Fotoausstellung erinnert an die politischen Morde in Nicaragua

Am Sonntag, den 24.04.2022 um 16 Uhr beginnt die Ausstellung mit einer besonderen Eröffnungsveranstaltung: Im Exil lebende Betroffene werden anwesend sein und für ein Gespräch zur Verfügung stehen.

Danach findet die Ausstellung täglich von 16:00 bis 19:00 Uhr bis zum 28. April 2022 in der Eventhalle von KairosBlue, Niehler Str. 104, 50733 Köln (ehemaliges Clouth Gelände, Eingang über den Innenhof B – C) statt. Sonderführungen für Gruppen können unter 0172.9459491 vereinbart werden.
Eine Fotoausstellung in dem Clouth-Quartier macht auf eine staatliche Gewalttat im Jahr 2018 aufmerksam, die von der westlichen Welt weitgehend unbemerkt blieb: Rund 300 meist junge Demonstranten ließ der nicaraguanische Herrscher Ortega damals umbringen, um so den Widerstand gegen seine Gesetzgebungen zu brechen. Die Mütter der Ermordeten erinnern an die Getöteten – mit Fotos und Biografien.

Hier das Ausstellungsplakat.


Mit Mut und List: Europäische Frauen
gegen Faschismus und Krieg

Vorgestellt von Dr. Florence Hervé

Widerstand von Frauen gegen den Nationalsozialismus wurde lange nicht gewürdigt, erzählt und erinnert. Dabei waren Frauen in Europa an allen Formen des antifaschistischen Widerstands beteiligt, haben Verantwortung übernommen und besondere Formen der Résistance entwickelt. Ob im Kurierdienst, bei der Untergrundpresse, der Fluchthilfe oder selbst an den Waffen. Sie haben für Freiheit, Frieden und Menschenrechte gekämpft und zur Befreiung von der NS-Herrschaft beigetragen.

Mit ihrem Buch „Mit Mut und List“ erinnert Dr. Florence Hervé an diesen Frauen widerstand in Europa. Bei der Veranstaltung stellt sie einige Widerstandskämpferinnen vor. Mit Texten und Einspielung von Liedern aus dem antifaschistischen Widerstand.

Es liest: Christiane Lemm

Dienstag, 15. März 2022, 19.00 Uhr
NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln
Appellhofplatz 23-25