Förderverein des NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln

 

NS-DOK der Stadt Köln

Veranstaltungsreihe des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln
23. Februar bis 25. April 2023
Anlässlich des 90. Jahrestags der Machtergreifung der Nationslsozialisten und weiterer Ereignisse in 1933.

Der Eintritt zu den Veranstaltungen beträgt jeweils 4,50 EUR regulär / 2 EUR ermäßigt. Alle Veranstaltungen finden im NS-DOK statt. Da die Platzanzahl begrenzt ist, empfehlen wir Ihnen eine Anmeldung unter nsdok@stadt-koeln.de.

Do, 23. Februar, 19 Uhr

Gespräch „IM STRUDEL DER EREIGNISSE“
1933 IN TAGEBÜCHERN GEWÖHNLICHER DEUTSCHER

Der Beginn der nationalsozialistischen Diktatur war 1933 nicht nur eine politische Zäsur. Er bildete auch für viele gewöhnliche Deutsche einen tiefen Einschnitt. Wie nahmen sie die turbulenten und gewaltvollen Ereignisse des Jahres 1933 wahr? Wie verhielten sie sich zu ihnen? Und in welcher Weise änderte sich in diesem Jahr ihr Leben? Der Historiker Janosch Steuwer hat in mehr als 140 Tagebüchern nach Antworten auf diese Fragen gesucht. Im Gespräch mit Melanie Longerich berichtet er von seinen  Ergebnissen.

Dr. Janosch Steuwer ist Historiker an der Martin-Luther-Universität Halle und forscht u.a. zur Geschichte und Nachgeschichte des Nationalsozialismus.
Melanie Longerich ist freie Journalistin und Moderatorin v.a. beim Deutschlandfunk und macht den Geschichtspodcast gestern ist jetzt.

Do, 2. März, 19 Uhr

Vortrag mit Gespräch „DIE INZIDENZ LIEGT BEI 1933“
NS-VERGLEICHE IN DER GEGENWART

Seit Beginn der Coronapandemie werden online wie offline vermehrt NS-Vergleiche verbreitet, um die staatlichen Maßnahmen zur Eindämmung des Virus zu diskreditieren. Neben der Warnung vor einem „neuen 1933“ finden sich „Ungeimpft-Sterne“ oder die Bezeichnung des Infektionsschutzgesetzes als „Corona-Ermächtigungsgesetz“. Solche Analogien relativieren die Schoa und mobilisieren damit antisemitische Ressentiments. Der Vortrag nimmt zum einen diese Vergleiche aus dem öffentlichen Kommunikationsraum in den Blick und beleuchtet zum anderen israelbezogene NS-Vergleiche in E-Mails an die Israelische Botschaft und den Zentralrat der Juden. Welche Gefahren diese verschiedenen Erscheinungsformen in sich bergen und wie ein angemessener Umgang damit in der pädagogischen Praxis aussehen kann, soll im Anschluss gemeinsam reflektiert werden.

Dr. Linda Giesel ist Autorin des Werkes NS-Vergleiche und NS-Metaphern – Korpuslinguistische Perspektiven auf konzeptuelle, strukturelle und funktionale Charakteristika.

Do, 9. März, 19 Uhr

Vortrag: DAS „BRAUNE HAUS“ IN DER MOZARTSTRASSE. EIN ZENTRALER ORT DES NS-TERRORS IN KÖLN 1933

Bereits kurz nach der Machtübernahme begannen die NS-Verbände mit exzessiver Gewalt gegen Angehörige der linken Arbeiterbewegung, Andersdenkende und jüdische Bürger*innen vorzugehen. Auch in Köln entstanden zahlreiche von SA, SS und NSDAP betriebene Haft- und Folterstätten. Eine besondere Rolle spielte dabei das „Gauhaus“ der NSDAP in der Mozartstraße, dessen Haftkeller für einige Monate zum zentralen Ort lokalen NS-Terrors wurde.

Dr. Thomas Roth, Historiker am NS-DOK, rekonstruiert die damaligen Ereignisse und schildert die Formen und Zwecke der in der Mozartstraße ausgeübten Gewalt. Er wirft einen Blick auf die Täter und lässt Opfer zu Wort kommen. Schließlich geht es darum, welche Auswirkungen der Terror im „Braunen Haus“ auf die Kölner Stadtgesellschaft hatte.

Di, 25. April, 19 Uhr

Vortrag und Diskussion: VERDRÄNGT AUS AMT UND WÜRDEN

Hans Ernst Böttcher, Präsident des Landgerichts Lübeck i.R., referiert über die Entstehung und Folgen des „Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums“, das im April 1933 erlassen wurde. Es diente dazu, politische Gegner wie Jüdinnen*Juden, Demokrat*innen, Linke und Frauen aus dem öffentlichen Dienst und der Anwaltschaft zu entfernen.

Im Anschluss an den einführenden Vortrag moderiert Annika Triller, stellvertretende Vorsitzende des Vereins EL-DE-Haus eine Gesprächsrunde mit dem Referenten, Irene Franken (Kölner Frauengeschichtsverein), Birte Klarzyk (NS-DOK) und Dr. Witich Rossmann (Vorsitzender DGB-Stadtverband Köln).

 


Do 26.01. 2023, 18:00 Uhr Ort: Antoniterkirche, Schildergasse

Erinnern – eine Brücke in die Zukunft 2023

Im Jahr 2023 richtet sich der Blick auf die Gleichschaltung der Medien während der NS-Diktatur. Schaupieler:innen rezitieren eine Textcollage zu der Einführung des Schriftleitergesetzes, dem Verbot von linken Tageszeitungen und der Übernahme des noch jungen Mediums Rundfunk.

Grußwort: OberbürgermeisterinHenriette Reker
Musik:
Martine Neschen
Rezitation: Maria Ammann | Markus Andreas Klauk | Renate Fuhrmann | Axel Gottschick

Mahngang: Treffpunkt von Stimmen der Solidarität –
Mahnwache Köln e.V.,
Naciye Alpay, Bahnhofsvorplatz

Weitere Informationen hier


Mittw., 7. Dezember 2022, Bahnhof Deutz /Messe (tief) 20:00 Uhr

Exkursion: sichtbar machen. Kommunikation im und über den Holocaust

 

Die Gedanken und Gefühle, die Hoffnung und Verzweiflung der jüdischen Bevölkerung Kölns während der NS-Zeit sichtbar machen, das ist das Ziel dieses Projektes in Kooperation von Museumsdienst und NS-DOK. Großprojektionen bringen die Geschichte und Geschichten an die Orte ihres Geschehens inmitten der Stadt zurück.

Auf der Grundlange umfangreich überlieferter Selbstzeugnisse der Kölner Familie Schönenberg und ergänzt um detaillierte historische Informationen, Erläuterungen und die Perspektiven von überlebenden Zeitzeug*innen entsteht bis zum Jahresende darüber hinaus ein facettenreiches Webportal, welches am 7. Dezember veröffentlicht wird. Weitere Informationen zu dem Projekt unter https://sichtbar-machen.online.

Für: Alle | Von: Museumsdienst Köln | Treffpunkt: Bahnhof Deutz/Messe| Teilnahme: kostenlos


Mittwoch, 16. November 2022, 19 Uhr

„Von Krakau nach Kapstadt. Deportiert nach Auschwitz. Bericht einer Überlebenden des Holocaust“

Buchvorstellung mit der Autorin Lisa Strauß. Moderation Katja Garmasch

Eintritt frei – Anmeldung erbeten: info@nsberatung.de

Ort: Josef-Haubrich-Hof 1 Zentralbibliothek

Lisa Strauß hat die Geschichte ihrer Großmutter aufgeschrieben: Peggy Berolsky, geboren 1924 in Koszyce, überlebte die Arbeits- und Konzentrationslager Płaszów, Auschwitz und Bergen-Belsen, wo sie von britischen Truppen befreit wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg emigrierte sie nach Südafrika. Sie starb 2008 in Aachen.

Die Lesung findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Mosaik der Erinnerung / Literatur der Gegenwart. Literarische Zeugnisse von Angehörigen der Folgegenerationen von NS-Verfolgten“ des Bundesverbands Information & Beratung für NS-Verfolgte e.V. statt. Die Germania Judaica ist Kooperationspartner.


Donnerstag, 10. November 17:00 Uhr

Kundgebung  Solidarisch in der Energiekrise

Ort: Ottoplatz / Deutzer Bahnhof

Weitere Informationen finden sich hier.


Mi. 09. Nov. 2022, 20:00 Uhr

Exkursion: sichtbar machen. Kommunikation im und über den Holocaust

 

Die Gedanken und Gefühle, die Hoffnung und Verzweiflung der jüdischen Bevölkerung Kölns während der NS-Zeit sichtbar machen, das ist das Ziel dieses Projektes in Kooperation von Museumsdienst und NS-DOK. Großprojektionen bringen die Geschichte und Geschichten an die Orte ihres Geschehens inmitten der Stadt zurück.

Eine erste Projektion hat am 15. Juni 2022 stattgefunden. Weitere Projektionen finden am 9. November am ehemaligen Standort der zerstörten Synagoge Glockengasse sowie am 7. Dezember am Bahnhof Deutz als zentralem Ausgangspunkt der Deportationen statt.

Auf der Grundlange umfangreich überlieferter Selbstzeugnisse der Kölner Familie Schönenberg und ergänzt um detaillierte historische Informationen, Erläuterungen und die Perspektiven von überlebenden Zeitzeug*innen entsteht bis zum Jahresende darüber hinaus ein facettenreiches Webportal, welches am 7. Dezember veröffentlicht wird. Weitere Informationen zu dem Projekt unter https://sichtbar-machen.online.

Für: Alle | Von: Museumsdienst Köln | Treffpunkt: Opernvorplatz/ Glockengasse | Teilnahme: kostenlos


Montag, 17. Oktober 2022, 19:00 Uhr

“Den Schmerz der anderen begreifen”
Gesprächsabend mit Charlotte Wiedemann, Esi Müller und Ilias Uyar

Ort: Forum Volkshochschule, Cäcilienstraße 29-33 am Neumarkt

Weitere Informationen finden sich hier.


Donnerstag, 15. September 2022, 19.30 Uhr

Verleihung des Giesberts-Lewin-Preis 
an den Verein EL-DE-Haus

Ort: Käthe-Kollwitz-Museum, Neumarktpassage

Es wird um Anmeldung per E-Mail gebeten:

E-Mail: kontakt@koelnische-gesellschaft.de


Dienstag, 30. August um 19:30

“Ich, Europas blasses Judenkind”

Das außergewöhnliche Leben der Schriftstellerin Ruth Weiss zwischen Europa und Afrika
Lesung und Gespräch mit der Autorin. Moderation: Lutz Kliche

Stadtbibliothek Köln
Josef-Haubrich-Hof 1
50676 Köln – Altstadt/Süd

Der Eintritt ist frei.

Es wird um Anmeldung per E-Mail gebeten.
E-Mail an germaniajudaica@stbib-koeln.de

Weitere Informationen gibt es hier.


Di.-Fr. 10-18 Uhr, bis 4. September

 „Cellini – Goethe – Paffenholz.
Widerstand im Tarnmantel eines Kunsttraktats“

Ausstellung im Wallraf-Richartz-Museum
Obenmarspforten Köln

Zur Person
Peter Josef Paffenholz wurde am 17. Februar 1900 in Köln geboren und wuchs im Eigelstein-Viertel auf. Er machte sich in seiner Heimatstadt rasch einen Namen als Illustrator und Bühnenbildner und gehörte zum Künstlerkreis der Kölner Progressiven um Heinrich Hoerle und Franz Wilhelm Seiwert. 1933 wurde der Kommunist von der Gestapo erstmals verhaftet, zeitweise erteilte man ihm Berufsverbot. Nach dem Krieg kämpfte Paffenholz lange vergeblich um eine Entschädigung. Er starb 1959 in Remscheid.


Samstag, 3. und Sonntag 4. September 2022, Beginn: 19.30 Uhr

DER UNBEUGSAME – Der Widerstand des Karl Küpper

von Tilman Strasser

Ort: Volksbühne am Rudolfplatz, Aachener Straße 5

Karneval im Dritten Reich. Ein Büttenredner betritt die Bühne. Es ist der populäre Karl Küpper. Die Nationalsozialisten haben ihm Redeverbot erteilt – am liebsten soll er ganz verschwinden, die Gestapo-Schergen stehen schon bereit. Doch „d’r Verdötschte“ lässt sich nicht kleinkriegen: er setzt sich auf die Bütt, hebt den Arm zum obligatorischen Hitlergruß und sagt dann nur: „Eß et am rähne…“? Er ballt die Hand zur Faust, dem Gruß der Kommunisten: „Nä, mer han esu en Wedder“! Dies ist eine beispiellose Provokation gegen die Nazis. Unbeugsam stellt sich Küpper allen Widerständen entgegen. Auch nach dem Krieg bleibt seine Kritik unerwünscht, selbst Adenauer übt über die Kölner Bürgermeister Druck auf die Karnevalsgesellschaften aus, ihn nicht mehr zu buchen. So bleibt Küpper bis an sein Lebensende die Anerkennung für seine Zivilcourage verwehrt.

Küppers Geschichte kommt nun mit einem Ensemble aus Schauspieler:innen und Kölner Bürger:innen auf die Bühne. Gespielt wird Küpper von einer kölschen Legende: dem Sänger und Schauspieler Gerd Köster.

Der Regisseur Stefan Herrmann, bekannt für Inszenierungen wie DRUGLAND am Neumarkt und Gewinner des Monica Bleibtreu Preises, inszeniert das Leben des „Verdötschten“ für die Volksbühne am Rudolfplatz,. Der Autor Tilman Strasser, ausgezeichnet mit dem Dieter-Wellershoff-Stipendium der Stadt Köln, hat das Stück eigens für diese Produktion geschrieben.

Flankiert wird Küppers Schicksal durch Geschichten von Kölner Bürger:innen, die sich im Karneval engagieren und diese Tradition nutzen, die Obrigkeiten durch den Kakao zu ziehen. Auf der Basis von Küppers Leben verhandelt der Abend die große Frage: Wie weit bist du bereit für die Deine freie Meinung zu gehen?

Besetzung
Regie: Stefan Herrmann
Bühne und Kostüme: Trixy Royeck und Veronika Witlandt
Dramaturgie: Nora Giese
Mit: Bettina Muckenhaupt; Gerd Köster, Georg Lenzen, Michael Meichßner sowie Kölner Bürger:innen

Eine Produktion von The Beautiful Minds
The Beautiful Minds e.V. (TBM) ist ein Theaterkollektiv aus Bonn. In seiner Arbeit legt es einen besonderen Fokus auf die partizipatorische und biografische Theaterarbeit mit den Expert:innen des Alltags: die Teilnehmenden bringen persönliche Geschichten aus ihren speziellen Lebenswirklichkeiten ein und gestalten so die Performances maßgeblich mit.

Weitere Termine:
 Sonntag 02. Oktober um 19:30 Uhr und Montag 03. Oktober 2022 um 11:00 Uhr.

Eine Besprechung der Uraufführung findet sich auf der Seite Medienecho.


Donnerstag 30. Juni 2022  um 19:00 Uhr

Nach Deutschland geflohen
Dr. Boris Zabarko im Gespräch mit Margret und Werner Müller

Ort: NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln

Weitere Informationen hier: Zabarko Flyer

Der Bericht aus dem Kölner Stadtanzeiger über diese Veranstaltung steht auf der Seite Medienecho: Wenn Erinnerung das Herz trifft von Catherine Rensmann


Sonntag 26. Juni 2022, um 17:00 Uhr
im NS-Dokumentationszentrum

Finissage: „Tag der Jugend“

Grancino Reinhardt

Grancino Reinhardt, geboren 1976 als einer der Söhne von Franz „Schnuckenack“ Reinhardt, dem „großen Geigenvirtuosen der Sinti-Musik“, spricht mit Krystiane Vajda über sein Schicksal als Sohn eines Überlebenden. In jungen Jahren lernte er von seinem Vater Geige spielen, wechselte dann später aber zur Gitarre. Nach dem Tod von Schnuckenack Reinhardt gründete er zusammen mit seinem Bruder Sannino das „Sannino Reinhardt Quintett“, um den Geist von Schnuckenacks Musik weiterleben zu lassen. Auch die nächste Generation führt die musikalische Tradition der Familie fort.

Mit Musik von:
Grancino – Reinhardt – Quintett
Daniel de Alcalá und José Antonio Primo Reina
Dizzy Bone und Moogli

Ein Begleitprogramm zur Sonderausstellung „Klänge des Lebens Geschichten von Sinti*zze und Rom*nja“

Für: Alle | Von: NS-Dokumentationszentrum | Teilnahme: kostenlos


Sonntag, 19. Juni 2022 um 17:00 Uhr

Exkursion: Marienprozession mit Lesung und Musik

Startpunkt der Prozession ist St. Maria in der Kupfergasse mit einer Andacht von Pfarrer Jan Opiela (katholische Seelsorge für Rom*nja, Sinte*zze und verwandte Gruppen). Anschließend führt die Prozession zum Hof des EL-DE-Hauses, wo junge Sinte*zze aus Briefen von Deportierten lesen. Der Abschluss wird beim Oberlichtwagen vor dem EL-DE-Haus mit musikalischer Begleitung von Markus Reinhardt und Janko Wiegand stattfinden.

Ein Begleitprogramm zur Sonderausstellung „Klänge des Lebens Geschichten von Sinti*zze und Rom*nja“

Für: Erwachsene | Von: NS-Dokumentationszentrum | Treffpunkt: St. Maria in der Kupfergasse | Teilnahme: kostenlos


Sonntag 19. Juni 22 ab 14:30 Uhr

Edelweißpiratenfestival im Friedenspark!
Nach zwei Jahren Pandemie-Pause freuen wir uns sehr, mit Euch wieder die Antihitlerjugend im Friedenspark feiern zu können! Es wird fünf Bühnen bzw. Parkwinkel geben, wo tolle, sehr unterschiedliche Bands den Edelweißpiraten und verwandten Jugendgruppen ihren Tribut zollen werden. Dabei wird jede Band ein Edelweißpiratenlied interpretieren. Das großartig Line Up 2022 seht ihr auf unserem druckfrischen Plakat.
Neben der unangepassten Musik gibt es wieder ein Generationen-Café zum Informationsaustausch und die historische Wanderausstellung des NS-Doku-mentationszentrum »Von Navajos und Edelweißpiraten – Unangepasstes Jugendverhalten in Köln 1933 – 1945« in den Baui-Saal. Im Vorhof und im Rosengarten gibt es zudem Info- und Gastro-Stände, deren Erlös das Festival finanzieren hilft!

Ort: Oberländer Wall – Titusstraße (Südstadt)

Mehr Infos unter: www.edelweisspiratenfestival.de

Ein Bericht zu der Veranstaltung findet sich unter der Rubrik Medienecho.


Donnerstag, 16.06. um 17 Uhr im NS-Dok
Requiem für Auschwitz // Schattenkinder.

Musik und Prosa aus der zweiten Generation der Überlebenden.
Roger Moreno und Bluma Meinhardt im Gespräch mit Krystiane Vajda.

Ein Begleitprogramm zur Sonderausstellung „Klänge des Lebens. Geschichten von Sinti*zze und Rom*nja“


Mittwoch 15.06. um 19 Uhr
Gedenkprojektion: Sichtbar machen.

Kommunikation im und über den Holocaust

Das jüdische Leben und der Holocaust: Gedanken und Gefühle zwischen Hoffnung und Ausweglosigkeit, Flucht und Verzweiflung mitten in der Stadt – an den Orten, an denen sich Ausgrenzung und Entrechtung unter den Augen der Mehrheitsgesellschaft abspielten. Dies sichtbar zu machen ist das Ziel der Projektion am ehemaligen Wohnort der jüdischen Familie Schönenberg in der Venloer Straße.
Auszüge aus ihren Tagebüchern, Briefen und Dokumenten sowie Fotos und die Namen der Bewohner*innen werden auf die Hausfassade projiziert und veranschaulichen den Weg vom gutbürgerlichen Leben in der Kölner Innenstadt über die zunehmende Ausgrenzung und Entrechtung, das Schicksal im Gettohaus bis zur Deportation am 15. Juni 1942.
Bis Ende 2022 entsteht in diesem Projekt auch ein umfangreiches Web-Portal. Weitere Projektionen bringen dessen Inhalte – und damit die Geschichte und Geschichten – zurück an die Orte ihres Geschehens mitten in der Stadt.

Ort: Stadtgarten mit anschließender Fassadenprojektion
an der Venloer Straße 23 / Ecke Bismarckstraße | Teilnahme: kostenlos

Ein Bericht über diese Installation findet sich auf dem Bücheratlas von Martin Oehlen & Petra Pluwatsch.


Klänge des Lebens. Geschichten von Sinte*zze und Rom*nja. Eine Ge-Denk-Station

9. Juni bis 26. Juni 2022

Eine Ausstellung des Maro Drom – Kölner Sinte und Freunde e.V. in Kooperation mit dem NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln

Beginn: 9. Juni 19:00 Uhr NS Dok. Appellhofplatz 23-25

Naomi Shmuel – Generationenübergreifende Erinnerungen an den Kindertransport. Die Auswirkungen des Holocaust auf zukünftige Generationen

Vortrag (in englischer Sprache) und Gespräch

Donnerstag, 2. Juni 2022, 18 Uhr
Ort: Lern- und Gedenkort Jawne, Erich-Klibansky-Platz/Albertusstr. 26, 50667 Köln

Eintritt frei! Spende erbeten

Bitte anmelden: schulreferat.kirche-koeln@ekir.de

Naomi Shmuel wird anhand ihrer eigenen Familiengeschichte über die generationenübergreifenden Erinnerungen und Auswirkungen der Schoa sprechen.
Ihre Mutter, die Schriftstellerin Karen Gershon (1923-1993), kam als Käthe Löwenthal im Alter von 15 Jahren kurz vor dem Zweiten Weltkrieg mit einem der ersten Kindertransporte aus Deutschland nach England. Ihre beiden Schwestern Anne und Lise konnten ebenfalls nach England fliehen, wurden jedoch bald nach ihrer Ankunft getrennt, und Anne starb schon während des Krieges. Ihre Eltern und Großfamilie wurden im Holocaust getötet. 

1988 schrieb Karen Gershon: „Vor ungefähr zwanzig Jahren sagte mir jemand, dass meine Kinder ebenfalls Opfer des Holocaust seien, doch ich weigerte mich, das zu glauben. Die Zeit hat bewiesen, dass es stimmt.“ In ihrem Vortrag wird Naomi Shmuel das Konzept von Postmemory und die langfristigen Auswirkungen des Holocaust auf künftige Generationen erörtern und mit den Teilnehmenden diskutieren. 

Dr. Naomi Shmuel ist Autorin, Illustratorin und Anthropologin und lebt in Israel. Ihre preisgekrönten Kinderbücher werden in israelischen Schulen häufig verwendet, um interkulturelles Verständnis und Toleranz zu fördern. Sie ist aktives Mitglied von Nevet, einem internationalen und multidisziplinären Forschungs- und Ausbildungszentrum an der Schule für Sozialarbeit der Hebräischen Universität, Jerusalem, das junge Wissenschaftler und Praktiker der Kinder- und Familienarbeit fortbildet.



Am kommenden Dienstag, dem 24. Mai, wird im NS-Dok  die neue Sonderausstellung “Theo Beckers. Ein junger Nationalsozialist fotografiert Köln” eröffnet:

Mit der Kamera in der Hand zieht der junge Theo Beckers in den 1930er Jahren durch Köln: Er fotografiert Familienfeiern, Ausflüge, HJ-Fahrten, die Haustiere, sein Zimmer, Karnevalsumzüge, Kirchenfeste, politische Aufmärsche, Freund*innen und Bekannte. Allein in den ersten Jahren der nationalsozialistischen Herrschaft macht er mehrere tausend Aufnahmen, die Einblick in die Bildwelt eines jungen Amateurfotografen und lokalen HJ-Funktionärs geben.

Die Ausstellung lädt zum Hinschauen, Entdecken und Nachdenken ein: Wie sah Theo Beckers seinen Alltag und die Stadt, in der er lebte? Zu welchem Bild von ihm und seinem Leben setzen sich die Aufnahmen zusammen? Prägte sein Engagement für den Nationalsozialismus auch seine Fotografien? Wie passen sie zu den Vorstellungen, die wir uns vom Leben in der NS-Diktatur machen?


„Stimmen gegen das Vergessen“

24.4. – 28.4.2022 Fotoausstellung erinnert an die politischen Morde in Nicaragua

Am Sonntag, den 24.04.2022 um 16 Uhr beginnt die Ausstellung mit einer besonderen Eröffnungsveranstaltung: Im Exil lebende Betroffene werden anwesend sein und für ein Gespräch zur Verfügung stehen.

Danach findet die Ausstellung täglich von 16:00 bis 19:00 Uhr bis zum 28. April 2022 in der Eventhalle von KairosBlue, Niehler Str. 104, 50733 Köln (ehemaliges Clouth Gelände, Eingang über den Innenhof B – C) statt. Sonderführungen für Gruppen können unter 0172.9459491 vereinbart werden.
Eine Fotoausstellung in dem Clouth-Quartier macht auf eine staatliche Gewalttat im Jahr 2018 aufmerksam, die von der westlichen Welt weitgehend unbemerkt blieb: Rund 300 meist junge Demonstranten ließ der nicaraguanische Herrscher Ortega damals umbringen, um so den Widerstand gegen seine Gesetzgebungen zu brechen. Die Mütter der Ermordeten erinnern an die Getöteten – mit Fotos und Biografien.

Hier das Ausstellungsplakat.


Mit Mut und List: Europäische Frauen
gegen Faschismus und Krieg

Vorgestellt von Dr. Florence Hervé

Widerstand von Frauen gegen den Nationalsozialismus wurde lange nicht gewürdigt, erzählt und erinnert. Dabei waren Frauen in Europa an allen Formen des antifaschistischen Widerstands beteiligt, haben Verantwortung übernommen und besondere Formen der Résistance entwickelt. Ob im Kurierdienst, bei der Untergrundpresse, der Fluchthilfe oder selbst an den Waffen. Sie haben für Freiheit, Frieden und Menschenrechte gekämpft und zur Befreiung von der NS-Herrschaft beigetragen.

Mit ihrem Buch „Mit Mut und List“ erinnert Dr. Florence Hervé an diesen Frauen widerstand in Europa. Bei der Veranstaltung stellt sie einige Widerstandskämpferinnen vor. Mit Texten und Einspielung von Liedern aus dem antifaschistischen Widerstand.

Es liest: Christiane Lemm

Dienstag, 15. März 2022, 19.00 Uhr
NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln
Appellhofplatz 23-25