Förderverein des NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln

„Nie wieder Faschismus!“ – darum sind wir hier

Redebeitrag Angelika Link-Wilden zur Kundgebung am 8. September 2026

„Dieses Wahlergebnis macht uns Angst“ – sagte die 83-jährige Präsidentin des internationalen Ausschwitz Komitees Eva Umlauf in einem Interview gestern.

Das noch einmal in einem deutschen Landesparlament eine rechtsextreme Partei stärkste Fraktion wird, „hätten wir als Überlebende des Holocaust nie für möglich gehalten“ so Umlauf.

Ich bin Angelika Link-Wilden, im Sprecherrat Köln stellt sich quer und spreche hier als Vertreterin des EL-DE Haus Vereins.

Der Verein hat sich gegründet zur Förderung des NS-DOK, das Museum im EL-DE-Haus am Appellhofplatz. Das NS-DOK ist eine der größten kommunalen Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus.

Das EL-DE-Haus war die ehemalige Kölner Gestapozentrale. Das Gebäude wurde zum Inbegriff des NS-Terrors in Köln und für das Rheinland. Von hier wurden Deportationen Kölner Jüd*innen organisiert, politische Gegner*innen wurden im Hausgefängnis brutal gefoltert und ermordet. Nicht weit von hier – Spuren dieses Grauens.

Das Wahlergebnis macht mir Angst… sagt nicht nur Eva Umlauf, sondern auch der Zentralrat der Juden.

Wir nehmen diese Ängste ernst.

Wir setzen uns nicht nur mit der Aufarbeitung des NS-Zeit auseinander: Die Stolpersteine, die Gunter Demming 100 000fach weltweit verlegt hat, diese Stolpersteine putzen wir, kündigen es als Veranstaltung an, machen dies gemeinsam mit Schulen.

Wir machen aber auch Aktionen zum gegenwärtigen Rechtsextremismus, zum Rassismus und zum Antisemitismus.

Es geht um das Erinnern – gegen das Vergessen – Haltung zeigen – antifaschistisch sein.

Im letzten Jahr hat der Verein EL-DE Haus eine Bildungsreise nach Weimar durchgeführt. Dazu gehörte der Rundgang im KZ Buchenwald – die Bilder lassen einen nicht mehr los!

Das „Nie wieder“      der KZ-Häftlinge               brennt sich da ein!

„Nie wieder Faschismus!“ – darum sind wir hier.