Der Förderverein des NS-DOK hat mit großer Empörung und Betroffenheit davon erfahren, dass in der Nacht vom 15. auf den 16. Oktober ein Anschlag mit Buttersäure auf das EL-DE-Haus unternommen wurde. Alle Eingänge, Stufen, Scharniere, Türgriffe und -schlösser sind verschmiert. Die Geruchsbelästigung ist beträchtlich. Die Vorgehensweise des oder der Täter legen nahe, dass man sich offensichtlich gut auskennt. Das Haus wurde für das ganze Wochenende geschlossen. Die Stadt Köln hat Anzeige bei der Polizei erstattet.
Ob der Anschlag in Zusammenhang mit der sehr gut besuchten Veranstaltung unseres Vereins am Vorabend zum Thema „Was folgt aus der AfD-Entscheidung des Verwaltungsgerichts Köln?“ steht, ist bisher nicht bekannt.
Der Anschlag richtet sich gegen die Arbeit des NS-DOK, gegen das Gedenken an den Terror der Nazi-Zeit, das Gedenken an die Leiden der Opfer und gegen die Aufklärungsarbeit zu Rassismus, Antisemitismus und Rechtsextremismus hier und heute
Als Förderverein stehen wir solidarisch an der Seite des NS-DOK und seiner Beschäftigten.
Wir hoffen sehr, dass die Verursacher gefunden und zur Rechenschaft gezogen werden.
Von der Kölner Politik und Zivilgesellschaft wünschen wir uns tatkräftige Unterstützung für das NS-DOK.
Martin Sölle und Claudia Wörmann
